Geschichte

Historie

Schloss Grube ist ein barockes Herrenhaus aus dem Jahre 1740 und das letzte in Gänze erhaltene Herrenhaus derer von Quitzow, einem bedeutenden Rittergeschlecht der Prignitz. Gelegen auf dem Anger des idyllischen Runddorfes Grube lädt das Haus ein, auszuspannen und zur Ruhe zu kommen, kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen zu erleben, köstliche Speisen zu genießen und Feste zu feiern.

 

Erleben Sie den besonderen Charakter des historischen Gebäudes. Im Ursprung ein Barockbau mit streng symmetrischem Grundriss finden sich prägnante gründerzeitliche Überformungen. Bei der Sanierung wurden die prägenden Elemente wieder hergestellt, so dass Sie sich heute von wiedergewonnener Großzügigkeit und Herrschaftlichkeit verzaubern lassen können.

 

Schloss Grube verbindet hochwertige, denkmalgerechte Sanierung mit modernem Ambiente. Als Anerkennung für die besondere Qualität erhielt Schloss Grube den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis 2010. Im Jahr 2016 erhielt Schloss Grube darüber hinaus einen 2. Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.

Weitergehende Informationen zur Geschichte des Hauses und zur denkmalgerechten Sanierung finden Sie auf den beiden Unterseiten.


Chronik

In Grube liegt eine durchgehende Siedlungsgeschichte vor. Nahe dem Dorf finden sich Reste einer slawischen Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung des jetzigen Dorfes unter dem Namen Grubo erfolgte im Jahr 1244. Ab 1376 bis in das 19. Jhd. hinein war die Familie von Quitzow in Grube ansässig. Diese Familie erlangte vor allem Berühmtheit als Raubritter. Herausgehoben ist aber ihr Widerstand gegen die Machtübernahme der Hohenzollern in der Mark Brandenburg bis 1415. Von den vielen Burgen und Schlössern, die mit der Familie von Quitzow in Zusammenhang gebracht werden können, ist Schloss Grube das letzte in Gänze erhaltene.

 

Das Schloss wurde in den Jahren 1740 bis 1742 im Stil des Barocks erbaut und 1889 durch die Familie von Putlitz gründerzeitlich überformt. Spuren eines Vorgängerbaus lassen sich im Keller mit älteren Fundamenten und einem Brunnen finden. Bei diesem Vorgängerbau handelt es sich vermutlich um ein Fachwerkgebäude, welches einem Brand zum Opfer fiel. Darauf lassen Rußspuren schließen. Bei Grabungsarbeiten am Haus wurden Keramikscherben aus dem 13. und 15. Jhd. sowie ein spätmittelalterlicher Feld- steinbrunnen entdeckt (siehe Artikel der MAZ).

 

Die ursprüngliche Gutsanlage ging mit der Bodenreform nach 1945 verloren. Die meisten Wirtschaftsgebäude wurden ab- getragen und die ehemaligen Garten- und Wirtschaftsflächen parzelliert. Die Dorfstraße führt nun über die ehe- malige Gutseinfahrt in einem Bogen um das Schloss herum. So wanderte das Schloss in die Mitte des Dorfes.

 

Schloss Grube in Buchform

Die gesammelten Informationen zu Schloss Grube finden Sie in der neuesten Veröffentlichung vom August 2014. Die Publikation ist das mittlerweile 136. Heft der erfolgreichen Reihe des Freundeskreises für Schlösser und Gärten der Mark. Sie erhalten das Heft u.a. im Schloss Grube zum Preis von 6 €.

 

 


Sanierung

SCHLOSS GRUBE

Bei der Übernahme des Gebäudes im Jahre 2007 war uns bewusst, dass eine grundlegende Sanierung notwendig ist. In den mehr als 260 Jahren seit Errichtung bildeten die anstehenden Sanierungsarbeiten die erste grundlegende Sicherung und Erneuerung der Bausubstanz. Alle Arbeiten erfolgten in enger Absprache mit der Denkmalpflege.

Schloss Grube ist ein Einzeldenkmal und wurde in mehreren Bauabschnitten und in enger Abstimmung mit der Denkmal- pflege saniert. Dieses behutsame Vorgehen benötigte viel Zeit und erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Das Haus öffnete sich somit langsam Schritt für Schritt. Mit der Fertig- stellung des ersten Bauabschnitts im Herbst 2009 wurde das Erdgeschoss eröffnet. Es folgten im Sommer 2010 die Restaurantküche und im Mai 2011 das Obergeschoss. Mit dem Dachgeschoss konnte im Mai 2012 der dritte Bauabschnitt eröffnet werden. Letzter Bauabschnitt war die Wiederherstellung des Gartens im Frühjahr 2013. Hier verbinden sich klassische Elemente einer historischen Gar- tengestaltung mit einer modernen Formensprache.

Ziel der umfangreichen Instandsetzungsarbeiten war es, Schloss Grube als ein Haus für Kunst und Kultur, Gastronomie und Beherbergung zu entwickeln.

Im Rahmen dessen, was in einem Denkmal möglich ist, wur- den dabei auch einzelne Aspekte ökologisch nachhaltig um- gesetzt. Die Wärmeenergie für Wasser und Heizung wird über eine Luftwärmepumpe erzeugt. Das Abwasser wird über eine biologische Kleinkläranlage mit mehreren Kammern auf dem eigenen Grundstück gereinigt und geklärt dem Grundwasser wieder zugeführt.

 

VIERSEITENHOF
Zum Projekt Grube gehört nicht nur das gleichnamige Schloss inmitten des Dorfes. Etwas versteckt in Grube liegt eine Hofanlage, die aufgrund ihrer Bauform als Vierseitenhof bezeichnet wird. Es handelt sich um eine ehemalige große bäuerliche Wirtschaft.

In dieser Hofanlage befinden sich mit einer großen Siloscheune, einem Wohnhaus, einem Schweine- und einem Pferdestall verschiedene Gebäude. Ehemals in einem sehr schlechten Zustand, sind hier in den Jahren 2016 bis 2018 Gebäude entstanden, mit denen das Angebot von Schloss Grube ergänzt werden kann.
In der großen Scheune ist ein besonderer Ort zum Feiern entstanden. Bis zu 200 Personen können hier Konzerte genießen, eine Hochzeit feiern oder auch eine Tagung abhalten. Im ehemaligen Wohnhaus und in Teilen des Schweinestalls sind 7 weitere Gästezimmer entstanden, zwei davon sind behindertengerecht. Dabei sind in die alten Hüllen neue Gebäude gestellt worden. Der historische Charakter der Hofanlage konnte so erhalten werden bei gleichzeitig neuzeitlichem Komfort im Inneren.
Einen Einblick in die Sanierungsarbeiten finden Sie in der unten stehenden kurzen Präsentation. Diese hatten wir für unsere Hoferöffnung am 11. August 2018 gefertigt. Diese Maßnahmen wurden durch die Europäische Union und das Land Brandenburg gefördert.

 

 

Weitere Informationen zum Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) finden Sie unter:

                  www.eler.brandenburg.de
                  ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

 

HEXENHÄUSCHEN

Direkt am Dorfanger und am Zugang zur Hofanlage finden Sie ein kleines Fachwerkhäuschen. Dieses präsentiert sich in neuem alten Glanz, es wurde im Jahr 2015 denkmalgerecht instand gesetzt. Es handelt sich dabei um das letzte giebelständige Haus in Grube und - neben Schloss und Kirche - um eines der ältesten Gebäude des Dorfes. Anhand einer dendrochronologischen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass es ursprünglich 1713 errichtet und 1812/13 erweitert bzw. umgebaut wurde.

Das Gebäude befand sich nach langem Leerstand in einem sehr schlechten Zustand. Nach einer ersten Notsicherung im Jahr 2009 konnte 2015 die denkmalgerechte Sanierung durchgeführt werden. Es wurde sich in Absprache mit der Denkmalpflege dafür entschieden, das Gebäude äußerst behutsam zu überarbeiten. Die Spuren des langen Lebens solten sichtbar bleiben. Dazu gehört auch die bewegte Form des Daches. Heute wird es als kleine Fahrradwerkstatt und Unterstellmöglichkeit für die Fahrräder der Gäste von Schloss Grube genutzt. Dadurch konnte darauf verzichtet werden, moderne Einbauten wie Bäder oder eine Küche vorzunehmen. Werfen Sie einen Blick hinein, Sie werden viel ursprüngliche Substanz entdecken. Nicht zuletzt eine der seltenen schwarzen Küchen. Die Sicherung und Instandsetzung des Gebäudes wurde gefördert aus dem Denkmalschutz- Sonderprogramm V der Bundesregierung und mit Mitteln des Landkreises Prignitz.


AKTEURE DER SANIERUNG

 

Projektsteuerung/funtionale Entwicklung - Franziska Kutsche
Ausführende Architekten - Meyer-Rogge+Kutsche Architektur  www.mrk-architektur.de
Innenarchitektur Schloss - Bettina Koenen  www.koenenarchitektur.de

Innenarchitektur Hofanlage - Meyer-Rogge+Kutsche Architektur  www.mrk-architektur.de

  

 

 

 

 

Sanierung Schloss Grube

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Sanierung Hexenhaus

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Sanierung Hofanlage-Konzept

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Sanierung Feierscheune

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Sanierung/Neubau Hofzimmer

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