Chronik

In Grube liegt eine durchgehende Siedlungsgeschichte vor. Nahe dem Dorf finden sich Reste einer slawischen Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung des jetzigen Dorfes unter dem Namen Grubo erfolgte im Jahr 1244. Ab 1376 bis in das 19. Jhd. hinein war die Familie von Quitzow in Grube ansässig. Diese Familie erlangte vor allem Berühmtheit als Raubritter. Herausgehoben ist aber ihr Widerstand gegen die Machtübernahme der Hohenzollern in der Mark Bran- denburg bis 1415. Von den vielen Burgen und Schlössern, die mit der Familie von Quitzow in Zusammenhang gebracht werden können, ist Schloss Grube das letzte in Gänze erhaltene.

 

Ansicht Gartenseite um 1910


Das Schloss wurde in den Jahren 1740 bis 1742 im Stil des Barocks erbaut und 1889 durch die Familie von Putlitz gründerzeitlich überformt. Spuren eines Vorgängerbaus lassen sich im Keller mit älteren Fundamenten und einem Brunnen finden. Bei diesem Vorgängerbau handelt es sich vermutlich um ein Fachwerkgebäude, welches einem Brand zum Opfer fiel. Darauf lassen Rußspuren schließen. Bei Grabungsarbeiten am Haus wurden Keramikscherben aus dem 13. und 15. Jhd. sowie ein spätmittelalterlicher Feld- steinbrunnen entdeckt (siehe folgender Artikel der MAZ).

Die ursprüngliche Gutsanlage ging mit der Bodenreform nach 1945 verloren. Die meisten Wirtschaftsgebäude wurden ab- getragen und die ehemaligen Garten- und Wirtschafts- flächen parzelliert. Die Dorfstraße führt nun über die ehe- malige Gutseinfahrt in einem Bogen um das Schloss herum. So wanderte das Schloss in die Mitte des Dorfes.

 

Schloss Grube in Buchform

Die gesammelten Informationen zu Schloss Grube finden Sie in der neuesten Veröffentlichung vom August 2014. Die Publikation ist das mittlerweile 136. Heft der erfolgreichen Reihe des Freundeskreises für Schlösser und Gärten der Mark. Sie erhalten das Heft u.a. im Schloss Grube zum Preis von 6 €.